Sonntag, 17. Juli 2011

Filmfestival-Sommer in Starnberg

Das Fünf-Seen-Filmfestival ist das zweitgrößte Filmfestival Süddeutschlands: Mehr als 120 Lang- und Kurzfilme aus 21 Nationen und 320 Vorstellungen machen die Region südwestlich von München vom 27.07. bis zum 07.08.2011 zum Zentrum des Films. "Wir sind glücklich, mit dem Festival sowohl heimische Filmemacher fördern zu können als auch international renommierte Regisseure wie Fridrik Thor Frideriksson oder Aleksej Fedorchenko begrüßen zu können," sagt Festivalleiter Matthias Helwig, "Ihre Filme berühren, unterhalten und schenken den Festivalbesuchern viele bleibende Momente."

Dafür sorgt das ausgezeichnete Festivalprogramm in sieben Wettbewerben und drei Retrospektiven, sowie vor allem der enge Kontakt des Publikums zu den Filmemachern. Ihre Spannbreite reicht von den vielen Nachwuchskünstlern in den Bereichen Kurzfilm, mittel-langer Film, Spiel- und Dokumentarfilm zu international renommierten Regisseuren wie Aleksej Fedorchenko (Gewinner der Biennale von Venedig 2010 für "Silent Souls") aus Russland, Fridrik Thor Fridriksson aus Island ("Mamma Gógó"), Stratos Tzitzis aus Griechenland ("45 m²"), Dorje Tsering Chenaktsang aus Tibet/China ("Kokonor – An Endangered Lake"), Vlado Skafar aus Slowenien ("Oca - Dad"), Paul Riniker ("Sommervögel"), Erik Bernasconi ("Sinestesia") und Adrien Irle ("All That Remains") aus der Schweiz sowie Barbara Eder aus Österreich ("Inside America").

Hannelore Elsner wird vom Festival mit acht ausgesuchten Filmen für ihr Filmschaffen geehrt und ist am 30./31.07. in Starnberg und auf Schloss Seefeld zu Gast.

Zentrum des Festivals ist der Wettbewerb um den besten Film aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unter Vorsitz von Edgar Reitz prämiert die Jury aus neun Filmen den Gewinner des Fünf-Seen-Filmpreises am 06.08.2011 in Starnberg.

Weitere Schwerpunkte sind die Förderung des Nachwuchsfilms in den Kategorien Kurzfilm ("Goldenes Glühwürmchen"), SHORT PLUS und YOUNG GENERATION sowie Filme über gesellschaftlich und politisch relevante Themen in der Sektion "Horizonte".

Im vergangenen Jahr haben bereits erstaunliche 10.000 Besucher den Weg in die Region gefunden.

Das Festivalprogramm hält auch dieses Jahr wieder viele filmische Perlen bereit.
Hier eine Auswahl der Highlights:

"Sommervögel" von Paul Riniker
Schweiz 2010, Eröffnungsfilm
Die ungewöhnliche Liebesgeschichte von einem in die Jahre gekommenen Biker und einer verhaltensauffälligen Frau.

"45 m²" von Stratos Tzitzis
Griechenland 2010
"45 m²" schildert den Versuch einer individuellen Befreiung und die aktuelle Situation im Griechenland der Finanzkrise.

"Die Reise nach Wien" von Edgar Reitz
Deutschland 1973
Ehrengast Hannelore Elsner und Regisseur Edgar Reitz sind anwesend.
Ein Klassiker über zwei deutsche Frauen, die mitten im Zweiten Weltkrieg Abenteuerlust verspüren und nach Wien reisen.

"Gradaus Daneben" von Walter Steffen
Deutschland 2011, Weltpremiere
Ein Dokumentarfilm über Querdenker, Träumer, Poeten und (Lebens-) Künstler im Oberland und über die Frage: Wer spinnt hier eigentlich: ich oder du oder du oder ich?

"Helena" von Manfred Noa
Stummfilm, Deutschland 1923
Monumentalfilm aus der Stummfilmzeit, im Fünf-Seen-Land 1923/24 realisiert. Erstmals wieder am Ursprungsort zu sehen.

"Mamma Gógó" von Fridrik Thor Fridriksson
Norwegen/Schweden/Deutschland/GB 2010
Bei der älteren Dame Mamma Gógó wird Alzheimer diagnostiziert. Mit viel Humor und Mitgefühl porträtiert der Film die komplette Veränderung einer Lebensperspektive und die Verantwortung ihrer Familienmitglieder.

"Silent Souls" von Aleksei Fedorchenko
Russland 2010
Zwei Männer bringen den Sarg der verstorbenen gemeinsamen Geliebten an den Heimatort zurück. Beste Kamera Venedig 2010

"También la lluvia - Even the Rain" von Icíar Bollaín
Spanien/Frankreich/Mexiko 2010
Einer der großartigsten Filme des Festivals. Oscar-Beitrag von Spanien 2011 mit Gabriel García Bernal. Ein Film über Kolumbus wird zur Frage unserer eigenen Verantwortung heute vor dem Hintergrund des Wasserkrieges in Cochabamba.

"There Once Was An Island" von Briar March
Neuseeland 2010
Eine polynesische Kultur verschwindet im Meer auf Grund der Folgen des Klimawandels.

"Midnight in Paris" von Woody Allen
Frankreich/USA 2011, Abschlussfilm
Bei einem nächtlichen Spaziergang durch Paris gerät ein heutiger Drehbuchautor in die 20-er Jahre und trifft auf die Größen des Surrealismus und die Verlorene Generation, auf Luis Buñuel, Salvador Dalí und Ernest Hemingway.

Das gesamte Programm ist im Internet unter www.fsff.de abrufbar.