Montag, 5. Dezember 2011

Berlinale 2012: Mike Leigh wird Jury-Präsident

Der britische Regisseur Mike Leigh wird Jury-Präsident der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Mike Leigh hat sich in seiner knapp 40-jährigen Filmkarriere als einer der herausragendsten Filmemacher des Autorenkinos und Protagonisten des New British Cinema profiliert. Zu seiner besonderen Herangehensweise gehört, den Schauspielern in Improvisationen viel Raum für die Entwicklung ihrer Charaktere zu lassen. Leigh zeigt wirklichkeitsnahe, ungeschminkte und dennoch humorvolle Portraits der britischen Gesellschaft.
Leigh hat über 20 Filme inszeniert, zudem hat er sich als Theaterregisseur, Dramatiker und Drehbuchautor einen Namen gemacht. Sein Debüt als Kinoregisseur feierte er 1972 mit "Freudlose Augenblicke" ("Bleak Moments"), der ihm beim Filmfestival in Locarno den Goldenen Leoparden einbrachte. In Cannes wurde er 1993 für "Nackt" ("Naked") mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet und gewann 1996 die Goldene Palme für "Lügen und Geheimnisse" ("Secrets and Lies"), der allein fünf Oscar-Nominierungen erhielt. Seine vielbeachtete Milieu- und Charakterstudie "Vera Drake" wurde 2004 mit dem Goldenen Löwen in Venedig ausgezeichnet.
Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin war Mike Leigh mit "Meantime" (Forum 1984), dem Kurzfilm "The Short and Curlies" (Panorama 1988) und "Das Leben ist süß" ("Life is Sweet", Panorama 1991) zu Gast. Zuletzt präsentierte er 2008 im Wettbewerb die Sozialkomödie "Happy-Go-Lucky", mit der Hauptdarstellerin Sally Hawkins den Silbernen Bären für die Beste Darstellerin gewann. Mit seinem letzten Kinofilm "Another Year", der eine Oscar-Nominierung erhielt, war er 2010 im Wettbewerb von Cannes.