Mittwoch, 14. März 2012

DOX BOX Syria Global Day


Nürnberger Menschenrechts-Filmfestival bringt syrisches Kino nach Deutschland

Vor einem Jahr begann die Revolution in Syrien, die seither mit zunehmender Brutalität unterdrückt wird. Mit der internationalen Solidaritätsaktion DOX BOX Syria Global Day machen die Organisatoren von DOX BOX, dem wichtigsten Dokumentarfilmfestival in der arabischen Welt, nun auf die dramatische Situation in ihrem Land aufmerksam.

Gegründet im Jahr 2008 sollte die fünfte Ausgabe des Festivals vom 7. bis 15. März 2012 in den Städten Damaskus, Aleppo, Homs und Tartous stattfinden. Angesichts der Unterdrückung im eigenen Land haben die Organisatoren entschieden, sich nicht von staatlicher Genehmigung abhängig zu machen und das Festival 2012 ausfallen zu lassen.

Rund zwanzig Dokumentarfilmfestivals in der ganzen Welt zeigen am 15. März, dem Jahrestag des Aufstands, eine Auswahl der besten syrischen Dokumentarfilme der letzten Jahrzehnte, und drücken damit ihre Unterstützung für das syrische Volk aus.

Schirmherr für den DOX BOX Global Day in Deutschland, an dem sich neben dem Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte auch DOK Leipzig und das Arabische Filmfestival Berlin ALFILM beteiligen, ist der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Markus Löning.
Das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte präsentiert als einziges deutsches Festival alle acht Filme des DOX BOX Global Day: Zu entdecken gibt es dabei nicht nur interessante, politische und z.T. in Syrien verbotene Werke, sondern Perlen eines Filmlandes, das seit langem als Geheimtipp der arabischen Kinowelt gilt. Unter anderem wird in Nürnberg die Dokumentation "Everyday Life In A Syrian Village" von Meisterregisseur Omar Amiralay gezeigt. Der Film von 1974 thematisiert die tiefgreifenden Landreformen in Syrien und ist dort bis heute verboten.

Weitere Infos unter www.nihrff.de und www.dox-box.org.