Montag, 9. Dezember 2013

Ausschreibung: FiSH - Festival im StadtHafen


FiSH - Festival im StadtHafen Rostock - ist seit 2004 das Frühlingsevent der jungen deutschen Filmszene.
Der nationale Kurzfilmwettbewerb JUNGER FILM ist das zentrale und zugleich umfangreichste Programm im FiSH. Gezeigt werden Filme von nicht mehr als 30 Minuten Spielzeit und Regisseuren, die nicht älter als 27 Jahre sind. Im Vorjahr reichten über 465 Nachwuchsregisseure ihre Kurzfilme ein. Das Festival zeigt 30 bis 40 davon im jährlichen Wettbewerbsprogramm.

Den besonderen Charme des JUNGEN FILMS macht die kommunikative Atmosphäre zwischen Filmemachern, Fachjury und Publikum aus. So findet im Anschluss an jede Filmvorführung noch auf der Bühne ein Interview mit Moderator Axel Ranisch ("Ich fühl mich Disco") und den Machern statt. Höhepunkt sind die öffentlichen Jurydiskussionen auf der Bühne nach jedem Filmblock. Die Jury wechselt dabei jährlich. Ihr gehören fünf Filmexperten an, darunter bereits bekannte Regisseure wie Andreas Dresen ("Halt auf freier Strecke") und Sven Taddicken ("Emmas Glück") und Schauspieler wie Susanne Bormann ("Sonnenallee") und Charly Hübner ("Das Leben der Anderen").

Der Hauptpreis "Film des Jahres" zum deutschlandweit ausgeschriebenen Kurzfilmwettbewerb JUNGER FILM 2014 ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert.

Er besteht aus:
  • einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro, gestiftet zu gleichen Teilen vom Rotary Club Heiligendamm (zum elften Mal dabei) und den Kultusminister M-V (zum dritten Mal dabei).
  • einem Produktionsbudget von 5.000 Euro, zusätzlich von der Landesregierung ausgestattet, im Rahmen der Nachwuchsförderung der Kulturellen Filmförderung M-V.
Reicht Eure Filme schnell und unkompliziert über das Onlineportal für Filmfestivals filmfestivals4u.net ein oder klassisch mit dem Anmeldebogen zum Ausfüllen.

Einsendeschluss ist der 15. Januar 2014.

Das FiSH-Team freut sich auf Eure Einreichungen!

Dienstag, 12. November 2013

TÖNE DES NORDENS - Die 55. Nordischen Filmtage Lübeck


Von Peer Kling und Silke Möller-Wenghoffer



Das NORDLICHT kennt man ja; aber gibt es denn im Norden auch besondere Töne? Irgendwie schon, jedenfalls im Film bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck, die wie jedes Jahr am ersten November-Wochenende ihr Finale hatten. Das Verzeichnis des Filmkatalogs listet 160 Streifen aus elf Ländern. Mehr als sonst bestimmte DIE MUSIK die Filmthemen.

"Ein Walzer für Monica" - Filmplakat in Lübeck
(Foto: Peer Kling)

"Ein Walzer für Monica"

Der Walzer für Monika zeichnet mit den Mitteln eines aufwendig gestalteten Erzählkinos die Biografie der schwedischen Jazz-Sängerin Monica Zetterlund (1937 - 2005) nach. In Schweden eine Ikone, hierzulande eher weniger bekannt, kommt der von dem Dänen Per Fly ("Das Erbe") swingend in Szene gesetzte Film gerade recht, um Monica Zetterlund zu feiern oder kennen zu lernen. Die Biografie konzentriert sich auf die ersten Jahre der Karriere und endet im Höhepunkt der 1964 in schwedischer Sprache in den USA zusammen mit dem Star-Pianisten Bill Evans aufgenommenen Platte "Waltz for Debby". (LINK: http://www.youtube.com/watch?v=8tp-nbchmHU)


Eine nicht zu unterschätzende Lektion des Films ist der barsch aus dem Munde von Ella Fitzgerald stammende Vorschlag, sie solle sich doch gefälligst auf die schwedische Identität besinnen statt Amerikaner nachzusingen, eine Ohrfeige, die sich einerseits gut verallgemeinern lässt und sich insbesondere für Zetterlund als sehr heilsam erwies. Mit einem Paukenschlag war sie wieder Schwedens Liebling, nachdem ihre Landsleute sie für den letzten Platz beim Grand Prix Eurovision de la Chanson, wie er zu jener Zeit noch hieß, abgestraft hatten. Die wunderbare Szene "Bill Evans calling" ist der Anfang eines von Dramen durchzogenen Glückes, das immer wieder von Alkohol und Tabletten unterbrochen wurde und zugleich das rührende Ende des bis dahin andauernden Vater-Tochter-Konfliktes. Die Anerkennung der Eltern ist halt mit das Wichtigste im Leben überhaupt, so Lektion zwei. Die Höhen und Tiefen dieses Lebens werden phantastisch nachgespielt und auch nachgesungen von Edda Magnason, fast hätten wir geschrieben "Magna-Song".

Die echte "Magna Song" kam an den Rollstuhl gebunden jämmerlich bei einem Stockholmer Wohnungsbrand ums Leben, was uns der Film erspart, anzuschauen. Ihre Musik bleibt, aber auch ihre wenigen Auftritte als Schauspielerin. In den als Film von Jan Troell inszenierten Erzählungen von Vilhelm Moberg stand Monica Zetterlund neben Liv Ullmann und Max von Sydow vor der Kamera. In "Utvandrarna" ("Die Auswanderer", Verleihtitel: "Die Emigranten") aus dem Jahre 1971 und in "Nybyggarna" ("Das neue Land") (1972) verkörperte sie die Rolle der Ulrika.

(LINK zum schwedischen Film-Trailer: http://www.moviezine.se/film/monica-z)

Weitere Links zu Monica Zetterlund:

http://www.srf.ch/kultur/musik/monica-zetterlund-eine-tragische-schwedische-sensation

http://de.wikipedia.org/wiki/Monica_Zetterlund

Sonntag, 13. Oktober 2013

Filmposter: "Venus im Pelz"


Filmposter zu "Venus im Pelz" (OT: "La Vénus à la fourrure") von Roman Polanski mit Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric.

Freitag, 11. Oktober 2013

Fundstück: Original "Star Wars" Teaser-Trailer von 1976

Das Fundstück der Woche ist der Original-Trailer zu "Star Wars" (aka "Krieg der Sterne") aus dem Jahre 1976 als Darth Vader, Luke Skyawlker und Han Solo noch keine weltbekannten Markennamen waren.
Wir sind gespannt, ob der neue Star-Wars-Film, den Disney für 2015 angekündigt hat, ein wenig von der alten Magie wieder auferstehen lassen kann. Möge die Macht mit ihm sein!


Dienstag, 8. Oktober 2013

Filmfestival Münster 2013


Vom 9. bis zum 13. Oktober beschert das beliebte Publikumsfestival, veranstaltet von der Filmwerkstatt Münster, wieder pralles, vielseitiges Filmvergnügen abseits des Mainstreams im Cineplex Münster. Im handverlesenen Programm dreht sich alles um unabhängiges junges Filmschaffen mit Neuentdeckungen, Premieren und Überraschungen.

Die Bandbreite spiegelt sich im fünftägigen Programm wieder, in dem allein im Rahmen des Kurzfilmwettbewerbs 45 kurze Spielfilme, Animationen, Experimental- und Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert werden. Der Europäische Spielfilmwettbewerb umfasst acht Beiträge von jungen Regisseuren, die sich entweder inhaltlich oder ästhetisch mit dem Thema "Zeit" auseinandersetzen. Eine Fachjury vergibt den Preis für die beste Regie, dotiert mit 5.000 Euro.

Zur Eröffnung läuft morgen der Spielfilm "Die Erfindung der Liebe" von Lola Randl, eine Produktion der Kölner Coin Film mit Mario Adorf, Irm Hermann und Samuel Finzi. Eigentlich drehte Lola Randl "Die Erfindung der Liebe" bereits 2011, vor "Die Libelle und das Nashorn". Doch dann starb Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky und die Dreharbeiten wurden abgebrochen. Nun hat Lola Randl den Film vollendet, umgebaut, und einen neuen Film aus dem alten erschaffen.