7. Favourites Film Festival Bremen

Favourites Film Festival Bremen

Vom 3. bis zum 7. April 2019 findet das Favourites Film Festival zum siebten Mal in Bremen statt. Im Cinema im Ostertor werden Filme aus aller Welt gezeigt, die bereits einen Publikumspreis gewonnen haben.

Im Zentrum des internationalen Programms steht in diesem Jahr das Thema Familie. Die Filme erzählen von Familiengeheimnissen und Familienbanden, von zerbrochenen Familien, vom Lossagen von der Familie und vom Ankommen in einer Ersatzfamilie, vom Kampf für und gegen die Macht der Familie, von der Einsamkeit innerhalb der Familie und von der lebensrettenden Kraft familiärer Liebe.
Auch wenn die Figuren der einzelnen Filme mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind, laden ihre Geschichten zur Reflexion über den Einfluss gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen auf das Individuum und zugleich über die Verantwortung des Einzelnen für das große Ganze ein.

Como Nossos Pais/Just Like Our Parents erzählt von Rosa, Ende 30, Mutter von zwei Mädchen, Ehefrau, Geliebte und Tochter geschiedener Eltern. Bei einem Familienessen verkündet ihre Mutter unerwartet, dass Rosas Vater nicht ihr leiblicher Vater ist und so ihr Leben wird auf den Kopf gestellt. Aufgerieben zwischen verstrickten Familienstrukturen und vielseitigen Erwartungen, versucht sie den eigenen Ansprüchen als selbstbestimmte Frau gerecht zu werden. Laís Bodanzkys aus dem Leben gegriffenes Porträt dreier Generationen in São Paulo ist eine lebhafte Reflexion von Rollenbildern ohne moralisierenden Zeigefinger.

Mit den Sorgen eines werdenden Vaters sieht sich der Pfarrer Ernst Toller in First Reformed, dem packenden Thriller von Taxi-Driver-Autor Paul Schrader, konfrontiert. Ethan Hawke (Before Sunrise, Boyhood) brilliert in der Rolle des zweifelnden Geistlichen - ein Wrack, zermartert von körperlichen Leiden, Alkohol und traumatischen Erinnerungen. Als die schwangere Mary (Amanda Seyfried, Mamma Mia!) in ihrer Garage eine Sprengstoffweste findet, wird dies für Toller zur existentiellen Glaubensprüfung. Trotz Oscar-Nominierung und seiner soghaften erzählerischen Kraft ist dieses Meisterwerk bisher nicht im deutschen Kino zu sehen.

In Nos battailles/Our Struggles engagiert sich ein junger Vater, gespielt von Romain Duris (L'auberge Espagnol, Der wilde Schlag meines Herzens) im Betriebsrat des großen Online-Versandhändlers, für den er täglich Pakete sortiert. Als seine Frau, die Mutter seiner beiden Kinder, unerwartet verschwindet, muss er sein Leben neu sortieren. Der belgische Regisseur Guillaume Senez, der bereits 2016 mit seinem gefeiertem Debüt Keeper im Programm des Favourites Film Festival vertreten war, stellt einmal mehr die Rolle des Vaters in den Fokus seiner Erzählung. In Our Struggles verbindet er gekonnt die Qualitäten des belgischen und des französischen Kinos und schafft so einen zugleich einfühlsamen und sozialkritischen Film mit hoffnungsvollem Tenor.

Das komplette Programm gibt es auf der Festivalwebsite.

Berlinale - Die Jury „hat fertig“

Von unseren Berlinale-Korrespondenten Peer Kling und Elisabeth Niggemann

Gold

Der Goldene Bär für den besten Film, der Hauptpreis der Berlinale also, geht an die Produzenten von „Synonymes“ unter der Regie von Nadav Lapid. „Synonymes“ ist der fünfte Spielfilm des 1975 in Tel Aviv geborenen Regisseurs. Yoav (Tom Mercier), die Hauptfigur des Films, ist uneins mit der Politik seines Heimatlandes Israel und versucht einen Neustart in Paris. Ein gefühltes Fünftel der 123 Film-Minuten ist er nackt und bloß. Zu Beginn des, sagen wir 'mal Dramas, ist er gerade aus Israel in Paris eingeflogen, for good, wie die Amerikaner sagen würden, also für immer. Eine vollkommen leere Wohnung ist sein erstes Quartier. Als er aus der Dusche kommt, ist alles weg, auch seine Kleider. Kein guter Start. Später verdingt er sich als Model und nimmt eine Reihe von entwürdigenden Posen ein. Die Fortsetzung des Elends? Worum geht es hier denn eigentlich? Hören wir, was der Regisseur nach der Filmvorführung in freier Übersetzung gesagt hat. „Als ich vor fast 20 Jahren meinen dreieinhalbjährigen Militärdienst in Israel beendet habe, bin ich zurück nach Tel Aviv, wo ich aufgewachsen bin und habe Philosophie studiert. Nach einem Jahr folgte ich meiner inneren Stimme. Ich hatte das Bedürfnis zu fliehen und niemals zurückzukommen. Ich empfand die politische Situation in meinem Land als inakzeptabel und war nicht länger bereit zu gehorchen und mich mit diesem Staatsprogramm zu identifizieren. Ich bedauere, dass die Geschichte meines Landes eine Phase durchläuft, die von großer Feindseligkeit und Brutalität geprägt ist. Als ich am Flughafen Charles de Gaulle ankam, waren meine Zukunftspläne völlig offen, aber ich hatte den klaren Wunsch, in Paris zu leben und eines Tages auf dem Friedhof Père Lachaise begraben zu werden.“ Stellvertretend geht die Filmfigur Yoav soweit, dass sie nicht mehr hebräisch denken und sprechen möchte, weil damit zu viele schlechte Erinnerung einhergehen. Beim „Random Walk“ durch Paris hält er meist ein Büchlein in den Händen und wiederholt, einem Repetiergewehr ähnlich, Synonyme der französischen Sprache. Daher der Titel. Der Schauspieler Tom Mercier studierte am Yoram Levinstein Acting Studio in Tel Aviv. Die Hauptrolle, die er für „Synonyms“ im wahrsten Sinne des Wortes VERKÖRPERT, ist sein Filmdebut. Und dann gleich GOLD, Glückwunsch, besser kann es nicht laufen. Im wirklichen Leben hat auch er sich wie seine Filmfigur gegen Israel und für Paris entschieden. Dagegen ist der Regisseur Nadav Lapid bereits vor vielen Jahren wieder heimgekehrt und setzt sich mit den Geschicken seines Landes im Brennpunkt selbst auseinander. Wie wir den Film fanden? Wir bewundern vor allem den Mut und die Entschlusskraft wie sich ein Insider mit den Problemen seines Landes Israel auseinandersetzt.

Die Körperhaltung steht für „no future“ - Tom Mercier als Yoav in „Synonymes“ unter der Regie von Nadav Lapid
© Guy Ferrandis / SBS Films d

Eine mit Silber belohnte „Ozon Therapie“ für oder gegen die Katholische Kirche in Frankreich

Sein letzter Film „Frantz“ hat uns tief berührt und bewegt. Die eigenen Worte zu seinem Werk sind bei Wikipedia elektronisch in Stein gemeißelt: „Ich wollte davon erzählen, wie Lügen und Geheimnisse in dramatischen Zeiten wie des Krieges und der Krise den Menschen beim Überleben helfen können. Die Lüge ist eine Metapher für unser Bedürfnis und unsere Sehnsucht nach Fiktion – und daher auch nach Filmen.“ In gewisser Weise passen diese Worte auch auf seinen neuesten Film. Es geht um Verdrängung, um das Nicht-wahr-haben-wollen und um Vertuschung. Krieg mit der katholischen Kirche. Auf die Fehltritte folgt eine Welle wie nie zuvor: Austritte. Mit dem Silbernen Berliner Bären für „Grâce à Dieu“ („Gelobt sei Gott“) belohnt der große Preis der Jury die filmische Auseinandersetzung von Regisseur François Ozon um den noch in der Schwebe befindlichen Krieg, ehm, Prozess im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch in mehr als 70 Fällen an minderjährigen Schutz befohlenen Jungen innerhalb der Katholischen Kirche Frankreichs. „Eigentlich wollte ich einen Dokumentarfilm drehen,“ sagt François Ozon in Berlin, „… aber dann“ sinngemäß „haben wir bemerkt, dass es für die Opfer unerträglich heftig würde.“ Hauptschauplatz ist Lyon, aber da dort Politik und Kirche eng miteinander verwoben sind, wurden die Drehs prekärer Szenen lieber gleich an neutrale Orte verlegt, statt zu versuchen, in Lyon die Drehgenehmigungen einzuholen. Außerdem drängte die Zeit, denn Anfang März soll das Urteil gesprochen werden. Kardinal Barbarin und sechs weitere Angeklagte stehen derzeit in Lyon vor Gericht, wegen Nichtanzeige also wegen unterlassener Hilfeleistung. Die Übergriffe durch Pater Bernard Preynat (Darsteller, auch in den Rückblenden (?): Bernard Verley) fanden von 1986 bis 1991 statt. Der Pädophile, eigentlich sollte es heißen, der Kinderseelen-Zerstörer, war den Vorgesetzten als solcher bekannt. Sie stoppten ihn aber nicht wirksam. Immer wieder ist von Verjährung die Rede, „Grâce à Dieu (Gott sei Dank)“ bedankt sich der damalige Vorgesetzte Kardinal Barbarin, heute Erzbischof von Lyon öffentlich beim lieben Gott in einer Pressekonferenz. Gott dafür zu danken, dass die Vergehen nicht mehr geahndet werden können, klingt infam und blasphemisch. „Grâce à Dieu“ wurde zum ironisch sarkastischen Film-Titel, für den auch „Das Schweigen“ gepasst hätte. Der ist aber längst auf anderer Ebene vergeben und hat bereits den Stempel bedeutungsschwanger. Barbarin erregte Aufsehen, als er 1998 das Zölibat in Frage stellte. Das klang fortschrittlich. Reaktionär dagegen 2012 seine Abwehr-Haltung im Hinblick auf die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Als mögliche Folgen nannte er die Aufhebung des Verbots von Polygamie oder Inzest. Das nur als Hintergrund. Der Film ist den Opfern gewidmet, nicht Barbarin. Viele Leben wurden stark negativ beeinträchtigt oder gänzlich zerstört. Die den Film tragende Figur ist zunächst das Opfer Alexandre (als Erwachsener dargestellt von: Melvil Poupaud). Erst viele Jahre nach den Vorfällen ist er in der Lage, den Stein ins Rollen zu bringen. Die erste Hälfte des Films ist durch ihm bestimmt, dann reicht er die Fackel weiter an François (Darsteller als Erwachsener: Denis Ménochet). Der französische Anwalt und Verteidiger des Priesters Reynat, Frédéric Doyez, versucht den für den 20. Februar geplanten Filmstart in Frankreich mit einer einstweiligen Verfügung zu untersagen. Es sei nicht hinzunehmen, dass ein Film zur Vorverurteilung seines Mandanten führe, der sich demnächst für pädophile Übergriffe in der Vergangenheit zu rechtfertigen hat. Viele Taten sind verjährt, aber ein neues Gesetz, „la Loi Schiappa“, hat die Verjährungsfristen für sexuell motivierte Straftaten verlängert.

Der atmosphärisch dichte, spannende und sehr sehenswerte Film trifft in die Mitte unserer Herzen und die Katholische Kirche voll auf die Zwölf.

Opfertreffen im Film „Grâce à Dieu“ mit Denis Ménochet, Eric Caravaca, Swann Arlaud, Melvil Poupaud.
Regie: François Ozon © Jean-Claude Moireau

BERLINALE 2019 - aufgeschnappte Eindrücke der ersten vier Tage des Wettbewerbs

Von unseren Berlinale-Korrespondenten Peer Kling und Elisabeth Niggemann

Im Eröffnungsfilm „The Kindness of Strangers“ der Dänin Lone Scherfig verflechten sich nach und nach die Schicksale einzelner Verlierertypen an sowohl tristen wie auch sehr fotogenen Schauplätzen von New York. Ausgangspunkt ist die Flucht einer jungen Mutter, dargestellt von Zoe Kazan mit ihren beiden Söhnen in kindlichem Alter vor der häuslichen Gewalt des Polizisten-Ehemannes. In diesem Ensemblefilm verteidigen etwa zehn gleichbedeutende Hauptrollen ihre Lebensgrundlage und menschliche Würde gegen eine feindselige Welt. Die damit verbundene Liebeserklärung an New York und an die Heilsarmee-Mentalität der Amerikaner putzt der Spiegel als Sozialschmonzette runter. Von der Struktur her ähnelt der Film dem 2001 mit dem silbernen Bären ausgezeichneten "Italienisch für Anfänger", womit die Regisseurin Lone international bekannt wurde. Die Begegnungen in dem auf Russisch gebürsteten Restaurant „Winterpalais“ als Dreh- und Angelpunkt der Suchenden haben einen absurd märchenhaften Charme. Der Darsteller des Eigners Bill Nighy macht im Film und auf dem Podium der Pressekonferenz eine gute Figur. Das Bedürfnis anderen zu helfen bezeichnet er als „basic human instinct“: https://www.youtube.com/watch?v=8tyGMA-L8JI

Systemsprenger“ heißt der erste Langfilm der 36jährigen Nora Fingscheidt. Sie habe schon immer die Geschichte eines „wilden, wütenden Mädchens“ erzählen wollen, erklärt die Filmemacherin nach der Vorstellung. Es sollte ein junges Mädchen sein und keine Jugendliche, denn nach der Pubertät potenzieren sich die Probleme. Systemsprenger ist der inoffizielle Begriff für Problemfälle, bei denen eigentlich gar nichts mehr geht und alle Institutionen im Umfeld hilflos abwinken. Die fast zehnjährige Benni steht im Mittelpunkt eines Steuergelder verbrennenden Teams von hilflos ohnmächtigen Fürsorgerinnen, Heimpädagogen, Lehrerinnen, Psychologen, Krankenhausärzten, Schulbegleitern und Anti-Gewalttrainern. Die überforderte Mutter ist die Zentrale im „scheiternden Systemprozess“. Als Darstellerin des eigentlich auf den Namen Bernadette getauften zerstörerischen Energie-Bündels und Kraftausdruck-Lexikons, das im Film für sich einzig den Jungennamen Benni akzeptiert, hat sich als Nummer Vier beim Casting Helena Zengel vorgestellt. A perfect match und gleich jung. Dieses Sofortglück wollte das Team zunächst gar nicht glauben und hat weitergesucht. Nach der Filmpräsentation kein Enfant Terrible auf dem Podium, sondern eine intelligent charmante und selbstbewusste junge Persönlichkeit. Bravo!

Erst Schwanz, dann Fuchsschwanz
Dem psychopathischen Serienmörder aus den USA, den vergangenes Jahr Lars von Trier in Cannes in den Wettbewerb schickte, stellt Fatih Akin nun Fritz Honka mit seinem Film „Der Goldene Handschuh“ an die Seite. Wer sehen möchte, welcher Kraft und Anstrengung es bedarf, um mit dem Fuchsschwanz einen Kopf abzutrennen und wie man verhindert, dass bei den Nachbarn darunter das Blut durchtropft, kann das ab dem 21. Februar im Kino studieren, in Farbe. Der Horror in Tüten von der Reeperbahn verspricht stimmige Interieurs der 70er Jahre, eine aufwendige Maske und gute Schauspieler/innen. Vor 15 Jahren gewann Fatih Akin mit „Gegen die Wand“ den Goldenen Bären. Mal sehen, was jetzt passiert.

Beim Warten auf Mario Adorf, also auf den Film über ihn: „Es hätte schlimmer kommen können“, schwärmen wir unseren Nachbarinnen von dem Film „Mr. Jones“ vor. (Titelrolle: James Norton, Regie: Agnieszka Holland nach dem Drehbuch von Andrea Chalupas, die persönliche Überlieferungen ihres Großvaters einfließen lässt). Dieser Journalist berichtete 1933 in Großbritannien exklusiv über die NSDAP-Regierungsübernahme in Deutschland. Am 23. Februar konnte er Hitler in einer Junkers Ju 52/3m, dem damals schnellsten und modernsten Flugzeug der Welt, von Berlin nach Frankfurt am Main begleiten und interviewen. „Wenn das Flugzeug abstürzt, würde sich die ganze Geschichte Europas anders entwickeln,“ soll er gesagt haben. Der 141 minütige Film folgt dem so naiv gutgläubigen wie couragierten Journalisten mit dem Blick für die Zusammenhänge der Weltpolitik nach Moskau und weiter in die Ukraine. Er will über Stalins Misswirtschaft berichten, die Millionen von Hungertoten bis hin zu Kannibalismus verursacht. Das trachten die Russen zu verhindern und auch sein Landsmann und Pulitzer-Preisträger Walter Duranty (Peter Sarsgaard), der in seinen Berichten in der New York Times für Stalin Wesentliches verheimlicht oder beschönigt. „Zu pathetisch“, grätscht das wandelnde Filmlexikon mit dem grauen Dirigenten-Wuschel vor uns in die Unterhaltung. „Großes Kino“, meinen wir. Ein Film voller Bewegung. Beispiele sind die volle Fahrt voraus dahin dampfenden Lokomotiven oder Mr. Jones selbst einmal bei der Flucht durch den Schnee oder auf dem Fahrrad hin zur Wahrheitsverkündung gegenüber dem Zeitungs-Magnaten Hearst. Leider wurde Mr. Jones nur 30 Jahre alt, erschossen in der Mongolei. Er wusste zu viel.

Die BERLINALE – bald im Umbruch?

Das größte Publikumsfilmfestival der Welt lädt ein

von unseren Berlinale-Korrespondenten Peer Kling und Elisabeth Niggemann

Berlin gehört wieder den Bären, wenn vom 7. bis zum 17. Februar 2019 die Internationalen Filmfestspiele Berlin stattfinden, denn das Wappentier Berlins ist auch das Wappentier der Berlinale.

Berlinale 2019 Festivalplakat

Wer steckt im Kostüm?
Nach Jahren der Ungewissheit lüftet die aktuelle Motivreihe das Geheimnis um das Wahrzeichen der Berlinale. „Die Protagonistinnen und Protagonisten, die in diesem Jahr für uns aus dem Bärenplüsch geschlüpft sind, stehen für diejenigen, die die Berlinale zum größten Publikumsfestival der Welt gemacht haben: Die Berlinale-Fans“, so Festivaldirektor Dieter Kosslick. Nun ja, und über die Kostüme kommen sich die fünften Jahreszeiten etwas näher, allzu oft liegen sie zeitgleich, der Karneval und die Berlinale.

Die Festivalplakate wurden erneut von der Schweizer Agentur Velvet gestaltet; das Bären-Plüschkostüm stammt aus dem Fundus des Luzerner Theaters. Die Plakate sind schon ab dem 11. Januar in ganz Berlin zu sehen.
Kleiner Tipp: Sie sind auch im Berlinale Online Shop erhältlich. Für die „Bärlinale“ zu Hause stehen insgesamt 24 Bären-Motive in den Größen Din A0 und Din A1 zurück bis einschließlich 2016 zur Verfügung. Sie kosten 12,90 bzw. 8,90 Euro plus jeweils 4,90 Versand innerhalb Deutschlands.

Dieter – alle sagen Dieter, niemand sagt Herr Kosslick – ist selbst so eine Art Maskottchen geworden. Mit Schaffenskraft, Charme, Schal und Hut war er stets omnipräsent. Für Festival-Direktor Dieter ist dies nach 18 Jahren nun die letzte Berlinale im Amt. Er hat als Impulsgeber und Festivaldirektor zum Anfassen die Berlinale zum Massen-Event gestaltet. Dreihundertdreißigtausend verkaufte Karten letztes Jahr. Was gibt es Schöneres zum 70ten Geburtstag als den eigenen Erfolg? Glückwunsch und Danke, Dieter!

Doch, wo gilt nicht der Satz, nur was sich ändert bleibt? Achtzig deutsche Regisseure forderten vor gut einem Jahr in einem offenen Brief dazu auf, die Berlinale zu „entschlacken“. Eine Podiumsdiskussion im Berliner Haus der Kulturen der Welt versuchte zu klären, wer diesem Anspruch als Nachfolger von Dieter Kosslick gerecht werden könnte. Er war zwar nicht Teil der Runde, aber von Kosslick selbst stammt der Vorschlag, die Funktionen des künstlerischen und des kaufmännischen Leiters künftig zu trennen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat ihn umgesetzt. Die Berlinale wird in Zukunft von einer Doppelspitze geleitet. Der Italiener Carlo Chatrian (46) wird künstlerischer Leiter und die gebürtige Niederländerin Mariette Rissenbeek (Jahrgang 1956) wird geschäftsführende Leiterin. Mal sehen, wie lange es dauert, bis aus Herrn Chatrian Carlo wird.
Chatrian habe sich in Locarno einen weltweit hervorragenden Ruf erworben und das Locarno-Festival zu einem höchst erfolgreichen Publikumsereignis gemacht. „Uns hat Chatrian durch seine Leidenschaft für den Film und seine lebhafte, kommunikative Art überzeugt. Er ist weltweit bestens vernetzt, steht für eine internationale Perspektive und stellt sich als Vertreter einer jüngeren Generation der digitalen Zukunft. Chatrian brennt für den Film,“ so Grütters. Die seit den achtziger Jahren in Deutschland lebende Rissenbeek ist Geschäftsführerin von German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films. Trotz aller Begeisterung hat Grütters beide Verträge zunächst auf fünf Jahre begrenzt. Die beiden „schlüpfen“ 2020 zur 70. Berlinale „ins Bärenkostüm“ und können dann beide den geforderten inhaltlichen Neustart zelebrieren. Dann werden laut Rissenbeek die Vergangenheit und die Zukunft gefeiert. Nun ja, irgendwann wird auffallen, dass der Wunsch, möglichst viele Tickets zu verkaufen, und der Ehrgeiz, dem Festival ein stärkeres Profil zu geben, diametrale Gegensätze sind.

Wir haben jedenfalls vor, uns in die dicke Speckschicht der wohl letztmalig dreizehn Sektionen einzugraben und die Berlinale noch mal so richtig wie die Made im Speck zu erleben. Wir wollen endlich einmal Zeit aufzubringen für die Sektion kulinarisches Kino, wo wir doch selbst im nahen Aachen bei der Veranstaltung „Film mit Gabel“ so oft gefehlt haben. Man könnte meinen, „das kulinarische Kino“ habe der „dicke Moritz“, wie der Volksmund den Festivaldirektor der Jahre 1980 bis 2001 liebevoll nennt, in die Wege geleitet, hat er aber nicht. Er hat Brücken nach Amerika gebaut und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs der Sowjetunion bislang unzugängliche Filme aus der Nase gezogen. Vor einem Jahr erschien die Biographie des Schweizer Kulturredakteurs Christian Jungen: „Moritz de Hadeln – Mister Filmfestival“. Wie Carlo war auch er vorher Leiter von Locarno und wurde nach seiner Zeit in Berlin Direktor der Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

26 Millionen € beträgt das Jahresbudget der Internationalen Filmfestspiele Berlin dieses Jahr, eine Million mehr als 2018. Darin enthalten sind 8,2 Mio. € institutionelle Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Im öffentlichen Programm werden knapp 400 Filme gezeigt. (Der Filmmarkt hat dann noch mehr.) Als ambitionierter Gucker schafft man so etwa zehn Prozent davon zu sehen. Aber die Eindrücke beginnen, sich zu verwischen und es muss dann auch schon mal ein Film mit Gabel oder wenigstens einer mit heimlichem Butterbrot dabei sein, sonst ist es nicht zu schaffen. Und verschlafene Filme zählen nicht!

So, jetzt aber ran an den Speck!

Wer kommt denn? Die französische Schauspielerin Juliette Binoche (Oscar 1997 für „den englischen Patienten“) ist in diesem Jahr Jury-Präsidentin. Sie muss mindestens 17 Filme ansehen, um im Nachhinein mit ihrem Team die Vergabe des Goldenen und der sieben Silbernen Bären zu diskutieren.

Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling erhält dieses Jahr den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk! Im Rahmen der Auszeichnung am 14. Februar im Berlinale-Palast wird der italienische Spielfilm der Regisseurin Liliana Cavani „Der Nachtportier“ aus dem Jahr 1974 gezeigt. Charlotte Rampling wurde damit international bekannt. Der kontrovers diskutierte Film schildert die sadomasochistische Beziehung einer Überlebenden der Konzentrationslager mit ihrem ehemaligen SS-Peiniger.

Der Schauspieler Christian Bale hat die Titelrolle des US-Vizepräsidenten Dick Cheney in „Vice – Der zweite Mann“ übernommen. Ein beliebtes Modell: Berlinale-Rummel um einen Film außer Konkurrenz innerhalb der Wettbewerbsschiene kurz vor dem Kinostart am 21. Februar.

Catherine Deneuve, die schon viele Berlinale-Filme auch noch unbekannter Filmemacher/innen mit ihrer Film-Anwesenheit aufgewertet hat, wird zu „L‘adieu à la nuit“ in Berlin sein und bei der Pressekonferenz wohl einmal mehr eine ihrer Sonnenbrillen präsentieren. Egal, wir lieben sie.

Die dänische Regisseurin Lone Scherfig, bekannt aus „Zwei an einem Tag“ wird mit ihrem Film „The Kindness of Strangers“ die Berlinale eröffnen.

In Anwesenheit „Der Toten Hosen“ gibt es am 15. Februar im Rahmen der Doku „Weil du nur einmal liebst – Die Toten Hosen auf Tour“ eine Berlinale-Special-Gala. Die Filmproduzentin Cordula Kablitz-Post begleitete die Band 2018 auf ihrer Tournee von Deutschland bis nach Argentinien.

Fatih Akin stellt seinen düsteren Horrorthriller um einen Serienmörder im Hamburg der Siebzigerjahre im Wettbewerb der Berlinale vor. In "Der goldene Handschuh" geht es um die wahre Geschichte des Fritz Honka, der zwischen 1970 und 1975 vier Frauen ermordete. Die Romanvorlage stammt von Heinz Strunk, das Drehbuch schrieb Akin selbst. Die Hauptrolle spielt der Nachwuchsdarsteller Jonas Dassler ("Das schweigende Klassenzimmer"). 2004 hatte Fatih Akin mit "Gegen die Wand" den Goldenen Bären gewonnen.

Nach seinem filmischen Meisterwerk über die Kunst des Verzeihens - und die Kunst der Lüge in dem Weltkriegs-Epos „Frantz“, einer unvergesslichen deutsch-französischen Annäherung nach dem Ersten Weltkrieg, erwarten wir spannungsgeladen François Ozon mit seinem Wettbewerbsbeitrag: "Grâce à dieu".

So, jetzt müssen wir aber los, sonst verpassen wir noch die „Peerlinale“. Wenn sich im Berlinale-Palast der Vorhang zum offiziellen Festival-Trailer öffnet, spätestens dann kommt das prickelnde Berlinale-Gefühl auf. Aber Ihr könnt den Trailer auch sehen. Einfach den Hypertext anklicken. Die 50-sekündige Computeranimation des Regisseurs Uli M Schueppel eröffnet seit 2002 sämtliche Filmvorführungen im Rahmen des offiziellen Berlinale-Programms, inzwischen digital und wenn es denn sein soll in 3D. Die markante Begleitmelodie des Trailers von Xaver von Treyer und Johannes Koeniger ist die halbe Miete an Wirkung. Zurücklehnen und den 7.1 Surround Sound im immersiven Sound-Format Dolby Atmos genießen.

Wir melden uns mit Berichten über neue sehenswerte Filme.

Weihnachtsfilmfestival 2018

Weihnachtsfilmfestival 2018

Bereits zum dritten Mal wirft das Weihnachtsfilmfestival - das internationale Festival der unkonventionellen Weihnachtsfilme einen weit schweifenden Blick auf die liebens- und fragwürdigen Seiten der winterlichen Feiertage. Beiträge aus über 25 Ländern bieten ein alternatives, einzigartiges Filmprogramm sowohl für Freunde der Weihnachtszeit als auch Weihnachtsmuffel.

7 Spielfilme und 78 Kurzfilme umfasst das diesjährige Weihnachtsfilmfestival im Moviemento Kino Berlin, darunter sind viele Premieren zu finden.
Eröffnet wird das Weihnachtsfilmfestival 2018 am 21.12., dem "Kurzfilmtag". Zu diesem besonderen Anlass beginnt das 3. internationale Festival der unkonventionellen Weihnachtsfilme mit 3 Kurzfilmprogrammen und zelebriert den Winter, das Leben und die dunkelste Nacht des Jahres.
Die weiteren Kurzfilmblöcke des Festivals befassen sich mit den Themen Religion und Glauben, Essen und Trinken, Familie, dem Umgang mit Schicksalen und der klassischen Weihnachtsgeschichte, neu interpretiert.

Die Spielfilme führen die Zuschauer zum einen nach Italien, wo Jesus leibhaftig wieder auf die irdische Welt zurück kehrt. In Südkorea möchte sich Mr. Mo seinen letzten Lebenstraum erfüllen und dreht mit seinem Sohn Stummfilme im Stile von Charlie Chaplin. Und in Kanada geraten wir in chaotischen Familientwist, wenn ein Waisenkind die Furys so richtig aufmischt.
Neben einem humorvollen Horrorfilm, in dem es eine gewiefte Babysitterin gleich mit drei wildgewordenen Hexen aufnimmt, wird mit die Mumins im Winterwunderland erstmalig auch ein Animationslangfilm präsentiert.
In den Dokumentarfilmen werden die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes in Argentinien thematisiert und leidenschaftlich engagierte MitarbeiterInnen eines winterlichen Freizeitparks in den USA begleitet.

Alle Filme werden in Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt.

Mehr Infos auf der offiziellen Homepage.

19. Japan-Filmfest Hamburg

19. Japan-Filmfest Hamburg
Ende Mai ist es soweit. Vom 23. bis zum 27.05.2018 werden auf dem 19. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) erstmalig drei Filmpreise an außergewöhnliche japanische Filmschaffende und ihre Kinoproduktionen verliehen. Die Festivaljury wählt die Preisträger aus dem Kreis von über 90 in den Partnerkinos Metropolis Kino, 3001 Kino und im Studio-Kino laufenden Filmbeiträgen. Die feierliche Bekanntgabe und Überreichung der Preise erfolgt im Rahmen der jeweiligen Vorstellungen der Siegerfilme.

Als besonderen Ehrengast auf dem 19. JFFH wird die Schauspielerin, Martial-Arts-Künstlerin und Sängerin Rina Takeda (Reborn, Toxic Insects, Karate Girl, High Kick Girl) begrüßt. Sie präsentiert die internationale Premiere ihr neuestes Films Pumpkin Girl (2018).

Aktuelle Informationen zum Programm des 19. JFFH: www.jffh.de

Berlinale 2018 - Angst und Schrecken als Thema

Von unseren Berlinale Korrespondenten Peer Kling und Elisabeth Niggemann

Wir erinnern uns: Einer der größten Schocks, den Norwegen jemals in seiner Geschichte erleiden musste, war das Massaker vom 22.7.2011 durch einen als Polizist verkleideten rechtsextremistischen 32jährigen Amokläufer auf der kleinen Fjordinsel Utøya, 40 Kilometer westlich von Oslo. Bei einem Jugendlager der Arbeiterpartei vom damaligen Ministerpräsidenten und späteren NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg! 69 Menschen verloren dabei ihr Leben. Der gleiche Täter zündete bereits zwei Stunden zuvor eine Autobombe vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten im Zentrum der norwegischen Hauptstadt. Bei dieser Explosion wurden acht Menschen getötet und weitere zehn Menschen verletzt.

Der norwegische Regisseur Erik Poppe stellte am Montag mit „Utøya 22. Juli“ einen Film gegen das Vergessen vor. Erst am Freitag um 3:00 Uhr morgens wurde sein Wettbewerbsbeitrag fertiggestellt. Es ist der Versuch, das Geschehen in einen Spielfilm zu fassen. Er beginnt mit dokumentarischen Aufnahmen von Überwachungskameras mit dem Bombenanschlag in Oslo, bedient sich dann aber eines besonderen Stilmittels, um die Geschehnisse auf der Insel nachvollziehbar zu machen. Die Kamera klebt ohne Schnitt 72 Minuten lang an Katja, einer fiktiven Teilnehmerin am Feriencamp. Ihr subjektives Empfinden geht in Fleisch und Blut des Zuschauers über. Dieses Stilmittel wurde auch in dem 2015 im Berlinale-Wettbewerb gezeigten Spielfilm „Victoria“ angewendet. Auch dieser Film besteht aus einer einzigen gar 140 Minuten langen Kameraeinstellung, für die der Kameramann Sturla Brandth Grøvlen, übrigens auch ein Norweger, den Silbernen Bären für die beste Kamera bekam.

Es ist interessant, dass der Zuschauer den ganzen Film über genauso wenig Möglichkeiten hat, irgendeiner Form irgendeine Art von Überblick oder Orientierung zu bekommen, was überhaupt los ist. Die Betroffenen denken zunächst an eine unangekündigte Übung. Die jungen Menschen rennen verzweifelt in den Wald. Die Salven der bedrohlich lauten Schüsse reißen nicht ab. Ihre Herkunftsrichtung ist nicht zu orten. Doch dann trifft Katja und damit der Zuschauer auf erste Opfer und die Angst wird eindeutig zur Überlebensangst. Neben der Nachvollziehbarkeit des subjektiven Erlebens macht der Film auch die überaus große Hilflosigkeit sichtbar. Niemand war auf etwas derartiges vorbereitet und den ganzen Film über sind die jungen Menschen dem Geschehen ohne jede Hilfe von außen wehrlos ausgeliefert. Den Täter und Töter sieht man nur einmal schemenhaft von weitem. Es könnten auch mehrere sein. Das Wasser ist zu kalt, um schwimmend zum Festland in Sicherheit zu gelangen. Die Situation scheint aussichtslos. Kitschig, reißerisch, geschmacklos urteilt der Rundfunk-Sender RBB. Ein Film gegen das Vergessen sagt wie der Regisseur das ZDF. „In Worten nicht fassbar“, meint das Nachrichtenmagazin FOCUS. Wann der Film hierzulande in die Kinos kommt und sie sich selbst ein Urteil bilden können, ist noch nicht klar.

Der norwegische Filmregisseur Erik Poppe begann seine Karriere als Pressefotograf. Nach dem Studium am Dramatiska Institutet in Stockholm war er als Kameramann an verschiedenen Spielfilmen beteiligt, bevor er mit „Schipaa“ sein Regiedebut vorlegte, das 1999 im Panorama innerhalb der Berlinale präsentiert wurde. Im vergangenen Jahr war Erik Poppe mit „The King's Choice“, einem Widerstandsdrama, das die Situation in Norwegen unmittelbar nach Einmarsch der Wehrmacht im April 1940 schildert, auf der Berlinale vertreten. Links im Bild Andrea Berntzen, die Hauptdarstellerin der fiktiven Person Katja.
Foto: Peer Kling

Auch für den Kameramann Martin Otterbeck war der Dreh eine Tour de Force. Er ist dem Geschehen mit seiner Handkamera 72 Minuten lang „hinterhergehechelt“. Der Film ist in einem Take entstanden ohne einen einzigen Schnitt. Diese Prozedur wurde an fünf Tagen jeweils einmal durchgehalten. Die beste Version wurde ausgewählt.
Foto: Peer Kling

Die Hauptdarstellerin Andrea Berntzen spielt das fiktive Schicksal von Katja. Sie hat physisch und psychisch eine Höchstleistung vollbracht. „Das Casting ist von entscheidender Bedeutung“, betont Regisseur Erik Poppe und ist stolz darauf, Andrea gefunden zu haben. Andrea hat zudem genau das Durchschnittsalter der Opfer. Sie ist heute 19 Jahre alt. Um alles durchzustehen, wurden die Schauspieler von Psychologen betreut. Um das Gefühl der Bedrohung den ganzen Dreh über aufrecht zu erhalten, waren über Lautsprecher andauernd die Schüsse zu hören. Die Geschichte von „Utøya 22. Juli“ wird aus dem Blickwinkel einer einzigen fiktiven Person erzählt.
Foto: Peer Kling

Eine Überlebende des Massakers von Utøya berichtet auf der Pressekonferenz zum Film von ihrem Er- und Überleben. Überlebende der Katastrophe wurden vor Erstellen des Drehbuchs eingehend befragt. Einige waren aber auch während des Drehs am Ort des Geschehens, um die Schauspieler/innen zu unterstützen.
Foto: Peer Kling